Über uns


Chronik der Feuerwehr Odersberg

Im Februar 1930 wurde auf Grund einer einberufenen Versammlung die Freiwillige Feuerwehr Odersberg gegründet. 24 Männer waren

bereit diesem „Verein “ beizutreten. Als Kommandant wurde Ernst Fuhrländer gewählt, der die Wehr bis zum Ausbruch des Krieges

leitete. Zur Ausbildung der Feuerwehrmänner wurden damals Lehrgänge in Dillenburg besucht. An den Geräten, zunächst einer Handdruckspritze und später einem Hydrantenwagen, wurden die Männer bei Übungen ausgebildet. Die Übungen wurden durch den

Hornisten einberufen.

Nach dem Krieg musste die Freiwillige Feuerwehr wieder neu aufgebaut werden. Wieder fanden sich 22 Männer bereit in den freiwilligen Dienst der Feuerwehr einzutreten. Zum ersten Ortsbrandmeister wurde Adolf Weis gewählt, der später von Ernst

Schorn abgelöst wurde.

 

Im Jahre 1970 konnte die Freiwillige Feuerwehr Odersberg auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Zu diesem Jubiläum waren zum

ersten Mal die Borker Kameraden zu Gast. Die Freundschaft mit unserer Partnerfeuerwehr aus Selm-Bork besteht bis heute!

 

1980 feierte die Freiwillige Feuerwehr Odersberg ihr 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass stiftete der damalige Schirmherr Kurt

Goubeaud die Fahne der Feuerwehr Odersberg, die am 27. November 1982 feierlich von dem evangelischen Pfarrer Günther Bothe und dem katholischen Pfarrer Klaus Klepper geweiht wurde.

 

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Odersberg stellt die Gründung unserer Jugendfeuerwehr am 23. Januar 1988 dar. Bei der Gründung bestand die Jugendfeuerwehr aus insgesamt 18 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren.

 

1993 wurde durch die Mitglieder ein Feuerwehrverein gegründet. Dessen Aufgabe ist es, den Brandschutz und die Einsatzabteilung in

Odersberg ideell, aber auch finanziell zu unterstützen.

 

Im Jahr 2005 konnte die Feuerwehr Odersberg ihr 75-jähriges Jubiläum feiern.

 

Weitere Wehrführer der Feuerwehr Odersberg neben den oben bereits genannten :

- Werner Feith, 1954 bis 1964

- Kurt Goubeaud, 1964 bis 1976

- Walter Hubl, 1976 bis 1982

- Herbert Weis, 1982-1987

- Burkhard Schiebel, 1987-1992

- Andreas Hild, 1992 bis 1999

- Uwe Klees, 1999 bis heute.

 

In all diesen Jahren wurden bei der Feuerwehr sehr viele, verschiedene Anschaffungen gemacht, die nicht alle genannt werden können.

 

Kurz nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wurde eine Handdruckspritze, Schlauchmaterial und etwas später ein Hydrantenwagen angeschafft. Während der Zeit des Krieges fehlen leider die Eintragungen.

1950 nach dem Neuaufbau der Freiwilligen Feuerwehr wurde ein gebrauchter Tragkraftspritzenanhänger nebst einer gebrauchten

Tragkraftspritze (Marke Breuer) aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen in Frankfurt gekauft.

Die alte Tragkraftspritze wurde 1966 durch eine neue TS 8/8 Pumpe ersetzt.

 

Zunächst wurden die Geräte in einem Raum der „Alten Schule“ untergestellt, bis die Feuerwehr 1970 mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses ein neues Gerätehaus bekam, das noch heute in Nutzung ist.

1971 erhielt die Feuerwehr ein für die damalige Zeit modernes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), ein Ford Transit. Dieses Fahrzeug wurde am 11. September 1971 durch den Hessischen Ministerpräsidenten übergeben.

 

1988 wurde eine den Erfordernissen entsprechende Tragkraftspritze TS 8/8 beschafft. Darauf folgte im Jahre 1990 ein

von der Gemeinde Greifenstein neu angeschafftes Einsatzfahrzeug.

Wiederum handelte es sich hierbei um ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), ein Mercedes Benz 308D. Dieses Fahrzeug wurde mit modernen Atemschutzgeräten, einer Motorsäge und diversen anderen neuen Geräten ausgestattet. Es ist heute noch im Dienst der Wehr, allerdings steht im Jahr 2018 ein Fahrzeugwechsel an. Geplant ist die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser, kurz TSF-W.

 

Neben diesen vielen angeschafften Geräten und Ausrüstungsgegenständen konnte unter anderem im Jahre 1995 ein

Stromerzeuger mit entsprechendem Zubehör und im Jahr 2000 ein Feuerwehranhänger durch den Feuerwehrverein gekauft werden. Der Anhänger wurde in Eigenleistung aufgebaut und auf dem Spritzenfest am 11.05.2002 an die Gemeinde übergeben.

 

In der Geschichte der Feuerwehr Odersberg ist aber besonders ein Kapitel besonders zu erwähnen, denn wenn man von der Kameradschaft innerhalb der Feuerwehren spricht, ist aus unserer Sicht eine Kameradschaft besonders hervorzuheben.

 

Die mittlerweile 48 Jahre bestehende Partnerschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Bork in Nordrhein-Westfalen und der Freiwilligen Feuerwehr Odersberg.

 

Diese Freundschaft entstand einst auf einem Bauernhof. Es war im Sommer 1969 als die Familie Willi Bramkamp aus Bork auf einem

Bauernhof in dem kleinen Örtchen Odersberg Ferien machte. Zur gleichen Zeit führte der Bauunternehmer Kurt Goubeaud dort

Bauarbeiten durch. Willi Bramkamp und Kurt Goubeaud kamen damals ins Gespräch und stellten dabei fest, dass sie etwas gemeinsam hatten, beide waren Leiter ihrer heimischen Feuerwehr.

Willi Bramkamp war damals Amtsbrandmeister in Bork und Kurt Goubeaud Ortsbrandmeister in Odersberg. Beide waren sich bei

ihren Gesprächen einig, dass dieses nicht ihr letztes Treffen gewesen sein sollte.

Ein Jahr später feierte die Feuerwehr Odersberg ihr 40-jähriges Jubiläum. Dazu wurde die Freiwillige Feuerwehr Bork eingeladen.

Sie kamen der Einladung nach und dieses erste gemeinsame Treffen der beiden Feuerwehren wurde für beide ein unvergessliches

Erlebnis.

Ein weiteres Jahr später wurde die Feuerwehr Odersberg zum 60-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bork eingeladen. Auch dieses Fest ist in sehr guter Erinnerung geblieben. In den nächsten Jahren folgten viele Treffen bei denen die Partnerschaft gefestigt und geprägt wurde.

Im Juli 1980 folgten die Borker Kameraden der Einladung zum 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Odersberg.

Zwei Jahre später im Juni 1982 pflanzten die Odersberger Kameraden zur Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Bork als

Geschenk einen Lindenbaum. Am 27. November 1982 waren zwei Kameraden aus Bork zur Fahnenweihe in Odersberg zugegen.

 

Hervorzuheben ist auch das gute Verhältnis der Jugendfeuerwehren von Bork und Odersberg. Schließlich ist es der Borker Jugendfeuerwehr zu verdanken, dass es auch in Odersberg eine Jugendfeuerwehr gibt!

Durch ein Zeltlager der Borker Jugendfeuerwehr 1987 in Odersberg bekamen die Odersberger Jugendlichen Spaß daran. So gründeten die Odersberger im Januar 1988 eine Jugendfeuerwehr. Seitdem fanden schon einige gemeinsame Zeltlager und andere Aktivitäten statt.

 

Was sich in diesen 48 Jahren entwickelt hat, ist mehr als eine Feuerwehrpartnerschaft. Über diese vielen Jahre sind schon viele

private Freundschaften zwischen Familien aus Bork und Odersberg und sogar eine Ehe entstanden.

Auch hat es sogar schon zweimal Bork/Odersberg Nachwuchs gegeben.

 

Eine solche Freundschaft wie zwischen den Feuerwehren Bork und Odersberg, die vor fast fünf Jahrzehnten auf einem Bauernhof begann und bis zum heutigen Tag Bestand hat, ist in der Tat etwas Einmaliges!

 


Geräte und Fahrzeuge

unser Fahrzeug


Unser TSF, Marke Mercedes Benz 308D Baujahr 1991 mit unserem in Eigenleistung aufgebauten Anhänger aus dem Jahr 2000, der mit Stromerzeuger, Schlauchmaterial und div. anderem Ausrüstungsmaterial bestückt ist.


unsere NEUE TS


Nachdem unsere gute, alte TS 8/8 nach über 29 Jahren aufgrund eines Defekts nicht mehr funktiontüchtig war, konnten wie am 26.01.2018 die neue Tragkraftspritze  Ziegler Ultra Power 4 in Empfang nehmen und in Dienst stellen.

 

Hier noch einige technische Daten der "Neuen":

Hersteller: Ziegler

Typ: PFPN 10-1000 UltraPower4

Leistung: 1.900 Liter/Minute (bei 10 bar)

Indienststellung: 26.01.2018

Motor: VW-Motor 3-Zylinder, 4


historisches Gerät


Und hier unser ganzer Stolz!

Unsere historische Handdruckspritze mit Schlauchhaspelwagen Baujahr Anfang 20 Jh. (genau lässt es sich leider nicht sagen).

Die Spritze verrichtet noch immer zum Spaß aller Beteiligten bei unseren Spritzenfesten Treu ihren Dienst!